Festival26-2-Dieter Glo­gow­ski

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PILGERN

Wege der Stille

Andrea Nuß und Die­ter Glogowski

      Frei­tag, 13. Novem­ber 2026, 20:15 Uhr
      Uni-Campus Jena am Ernst-Abbe-Platz (ca. 100 min. zzgl. Pause)
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“Ich bin mit kei­nem Schritt gegan­gen – und war doch mit­ten­drin. Die­ser Abend hat mich still gemacht. Auf die bes­te Art.”

(Micha­el Knäb­lein / Team Lichtbildarena)

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PILGERN

Wege der Stille

Andrea Nuß und Die­ter Glogowski

Wer pil­gert, ver­zich­tet. Auf Geschwin­dig­keit und Abkür­zun­gen. Plötz­lich zählt jeder Schritt. In einer immer schnel­ler wer­den­den Welt liegt viel­leicht genau dar­in die Fas­zi­na­ti­on. Denn Pil­gern bedeu­tet, sich Zeit zu neh­men und den eige­nen Gedan­ken im Dau­er­rau­schen des All­tags Raum zu geben. So ent­schei­den sich immer mehr Men­schen dafür, los­zu­ge­hen – ohne Eile, oft über Hun­der­te von Kilo­me­tern hin­weg, auf der Suche nach sich selbst, nach Gott oder nach etwas, das sich schwer in Wor­te fas­sen lässt.

 

Genau in die­sem Span­nungs­feld sind Die­ter Glo­gow­ski und Andrea Nuß unter­wegs. Ihre Wege füh­ren sie nicht nur um die Ecke, son­dern quer durch Land­schaf­ten und Kul­tu­ren, die unter­schied­li­cher kaum sein könn­ten: auf den Spu­ren des hei­li­gen Olav durch Nor­we­gen, durch das Reich der Bedui­nen zum Berg Moses auf dem Sinai, durch den Hima­la­ya zu den Quel­len von Mukt­i­nath und von Flo­renz nach Assi­si, dort­hin, wo Franz von Assi­si bis heu­te nach­hallt. Unter­wegs ver­schiebt sich der Blick. Es geht nicht mehr dar­um, Stre­cke zu machen, son­dern zu ver­ste­hen, war­um Men­schen seit Jahr­hun­der­ten gehen. Was pas­siert, wenn man sich kon­se­quent der Geschwin­dig­keit ent­zieht? Was kann man von hin­du­is­ti­schen Pil­gern ler­nen, die Bewe­gung als Lebens­form begreifen?

 

Die Rei­se wird so zu einer kon­tem­pla­ti­ven Repor­ta­ge, die weni­ger Ant­wor­ten lie­fert als Räu­me öff­net. Wüs­te, Schnee, Gebir­ge – jede Land­schaft zwingt zur Reduk­ti­on. Und genau dadurch ent­steht etwas, das im All­tag oft ver­lo­ren geht: Zeit, in der Gedan­ken nicht sofort wei­ter­ge­trie­ben wer­den. Am Ende steht kein Ziel im klas­si­schen Sinn, son­dern ein ver­än­der­ter Blick auf das Unter­wegs­sein selbst.

Beginn: 20:15 Uhr
Ein­lass: ab 19:45 Uhr
Dau­er: ca. 100 min. (zzgl. Pause)
Uni-Campus Jena • Hör­saal 1
Carl-Zeiss-Straße 3
07743 Jena
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Andrea Nuß & Die­ter Glogowski

Seit vie­len Jah­ren sind Die­ter Glo­gow­ski und Andrea Nuß zwi­schen fer­nen Kul­tu­ren, beein­dru­cken­den Land­schaf­ten und spi­ri­tu­el­len Orten unter­wegs. Die­ter Glo­gow­ski bereist den Hima­la­ya schon seit den 1980er Jah­ren. Sei­ne Wege führ­ten ihn durch Nepal, Lad­akh, Bhu­tan und Tibet, wo er mit Pil­gern, Mön­chen und Noma­den leb­te und arbei­te­te. Neben sei­ner jour­na­lis­ti­schen Tätig­keit enga­giert er sich bis heu­te für sozia­le Pro­jek­te im Himalaya.

Andrea Nuß ent­deck­te ihre Lei­den­schaft für das Rei­sen schon in jun­gen Jah­ren. Nach Auf­ent­hal­ten in Afri­ka und Asi­en fand sie auf dem Sinai ihre zwei­te Hei­mat, lern­te Ara­bisch und arbei­te­te eng mit Bedui­nen­fa­mi­li­en zusam­men. Die Erfah­run­gen in der Wüs­te weck­ten spä­ter ihre Begeis­te­rung für das Pil­gern in Europa.

Gemein­sam mach­ten sich Andrea und Die­ter auf den Fran­zis­kus­weg in Ita­li­en und den Olavs­weg in Nor­we­gen. Als Jour­na­lis­ten, Foto­gra­fen und Geschich­ten­er­zäh­lern ver­bin­den die bei­den in ihrem Vor­trag per­sön­li­che Erfah­run­gen mit ein­drucks­vol­len Bil­dern. Sie laden dazu ein, das Pil­gern als Weg zu mehr Acht­sam­keit, Natur­ver­bun­den­heit und inne­rer Ruhe zu entdecken.

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