Festival26-1-BarbaraVetter

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JENA – JEMEN

Eine Geschich­te, die bleibt …

Bar­ba­ra Vetter

      Frei­tag, 13. Novem­ber 2026, 17:30 Uhr
      Uni-Campus Jena am Ernst-Abbe-Platz (ca. 90 min.)
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Die­ser Vor­trag berührt heu­te tie­fer denn je. Die Bil­der einer außer­ge­wöhn­li­chen Rei­se erzäh­len nicht nur vom Jemen, son­dern erin­nern zugleich an Vin­cent Hei­land, des­sen Neu­gier, Lei­den­schaft und Blick auf die Welt die Licht­bilda­re­na bis heu­te prä­gen – ein bewe­gen­der Abend zwi­schen Fern­weh und Erinnerung.

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JENA – JEMEN

Eine Geschich­te, die bleibt …

Bar­ba­ra Vetter

Man­che Rei­sen enden mit der Rück­kehr – ande­re blei­ben ein­fach hän­gen. Als Bar­ba­ra Vet­ter und Vin­cent Hei­land Ende der 90er Jah­re als jun­ges Stu­den­ten­paar zu einer rund ein­jäh­ri­gen Rad­rei­se von Jena in den Jemen auf­bra­chen, ahn­ten sie nicht, dass dar­aus eine Lebens­ge­schich­te wer­den wür­de, die ihren wei­te­ren Weg prä­gen soll­te. Mit 10 DM Tages­bud­get ver­brin­gen sie rund 14.000 Kilo­me­ter auf dem Fahr­rad­sat­tel. Es sind Tage, wo Zeit nicht mehr in Stun­den gemes­sen wird, son­dern in Anstie­gen, Begeg­nun­gen und impro­vi­sier­ten Schlaf­plät­zen. Unter­wegs sam­meln sie neben Ein­drü­cken auch Flech­ten für eine wis­sen­schaft­li­che Arbeit, jede Men­ge Foto­rol­len und ret­ten schließ­lich Sul­tan — einen klei­nen, völ­lig ver­wahr­los­ten Kater.

 

Bei­de erle­ben den Jemen 1999, zwei Jah­re vor den welt­ver­än­dern­den Anschlä­gen des 11. Sep­tem­ber, und tref­fen auf ein Land, wel­ches zu der Zeit das ärms­te Land auf der Ara­bi­schen Halb­in­sel ist. Den­noch erfah­ren sie unglaub­li­che Gast­freund­schaft und sehen Land­schaf­ten, die sich ein­prä­gen wie kaum etwas ande­res. Gleich­zei­tig ist auch bereits die Anspan­nung spür­bar. Eine Gei­sel­nah­me, die kurz zuvor im Jemen ein töd­li­ches Ende hat­te, beschert den Rad­no­ma­den eine Poli­zei­es­kor­te für sechs Wochen und etwa 1.000 Kilometer.

 

Die Repor­ta­ge erzählt die­se Rei­se mit Ori­gi­nal­tö­nen, Bil­dern und Musik – nah dran an einer Zeit, in der die Welt noch anders aus­sah und vie­les noch unver­bun­den wirk­te, was heu­te selbst­ver­ständ­lich ver­netzt ist. Heu­te wirkt die­se Rei­se wie eine Zeit­kap­sel. Auch gefüllt mit Erin­ne­run­gen an Vin­cent Hei­land – einen außer­ge­wöhn­li­chen Men­schen, der die Licht­bilda­re­na und vie­le Weg­ge­fähr­ten nach­hal­tig präg­te. Sei­ne Per­spek­ti­ve, sein Blick für Men­schen und Momen­te, sind in die­ser Geschich­te wei­ter­hin spürbar.

 

Die­se Vor­stel­lung fin­det auf Spen­den­ba­sis statt. Es wird nur ein Unkos­ten­bei­trag von 3 EUR genom­men, um die Nach­fra­ge ein­ord­nen zu kön­nen. Alle Ein­nah­men gehen an das Jena­er Hos­piz, wo Vin­cent am 17. Mai verstarb.

 

Die Gedenk­re­de über Vin­cent Hei­land spricht Die­ter Glo­gow­ski – ein lang­jäh­ri­ger Freund, Weg­be­glei­ter und Weg­be­rei­ter von Vin­cent Hei­land und Bar­ba­ra Vetter.

Beginn: 17:30 Uhr
Ein­lass: ab 17:00 Uhr
Dau­er: ca. 90 min.
Uni-Campus Jena • Hör­saal 1
Carl-Zeiss-Straße 3
07743 Jena
Festival26-Jena-Jemen-Portrait Barbara Vetter-795x795

Bar­ba­ra Vetter

Bar­ba­ra Vet­ter wur­de das Rei­sen prak­tisch in die Wie­ge gelegt. Schon als Kind war sie mit ihrer Fami­lie in ganz Euro­pa unter­wegs und ent­deck­te früh die Freu­de am Unter­wegs­sein, die ihr Leben bis heu­te prägt. Wäh­rend des Stu­di­ums in Jena lern­te sie Vin­cent Hei­land ken­nen, mit dem sie eine rund ein­jäh­ri­ge Rad­rei­se von Deutsch­land in den Jemen unter­nahm. Aus die­ser inten­si­ven gemein­sa­men Zeit ent­stand der Grund­stein für Bar­ba­ras Arbeit als Rei­se­jour­na­lis­tin und Vortragende.

2002 grün­de­ten bei­de die Licht­bilda­re­na, die sich im Lau­fe der Jah­re zu einem der bekann­tes­ten Reise- und Vor­trags­fes­ti­vals im deutsch­spra­chi­gen Raum ent­wi­ckelt hat. Dort tref­fen sich jedes Jahr Men­schen, die Geschich­ten von unter­wegs tei­len und ein­an­der neue Per­spek­ti­ven auf die Welt eröff­nen. Auch pri­vat blieb das Unter­wegs­sein ein fes­ter Bestand­teil des Lebens von Bar­ba­ra und Vin­cent: gemein­sam mit ihren bei­den Töch­tern ging es per Rad und Floß durch Kana­da, mit Kame­len durch die Mon­go­lei oder auf Rei­sen durch Sri Lan­ka. Heu­te ist Bar­ba­ra auf den Esel gekom­men: Gemein­sam mit ihren Töch­tern und Freun­den bereist sie die Anden und ent­deckt das lang­sa­me Rei­sen neu.

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